Das erste Mal auf Kuba – Gastbeitrag von Elisa

Nun ja, wenn ich Freunden erzählt habe, dass ich gerade in Kuba bin dann gab es meistens zwei mögliche Antworten. Entweder „Ich war auch schon dort. Genieße die Zeit!“ oder die andere Antwort war „Da wollte ich auch schon immer mal hin.“.

Ich werde Euch etwas über meinen 8-tägigen Aufenthalt zusammen mit meinem Freund in Kuba erzählen. Da ich nun gerade in Kanada wohne und Kuba für die Kanadier das Mallorca der Deutschen ist dachte ich mir, dass ich mir diese Insel in der Karibik auch einmal genauer anschauen muss bevor es schließlich zu spät ist. Auch hier wird viel Werbung gemacht von Reiseveranstaltern mit dem Fakt, dass man Kuba genau jetzt bereisen sollte bevor durch den Einfluss der USA es bald nicht mehr das „echte“ Kuba geben wird. Oldtimer auf den Straßen, Live Musik an jeder Ecke, ohne Starbucks oder McDonalds, kaum verfügbares Internet…
Jedoch für die Kubaner klingt all das eher nach ihrer harten Lebensrealität.

Das „Zigarrenfestival“

An unserem ersten Tag als wir ankamen am Flughafen durften wir zuerst einmal gut 1 1/2 Stunden warten um unser Geld umzutauschen. Dabei haben wir auch realisiert, dass wir mit unserem Englisch nicht sonderlich weit kommen.
Endlich angekommen in den Straßen Havannas wurde uns gleich von dem Zigarrenfestival erzählt, welches jedoch nur noch zwei Stunden lang geht und alles 50% reduziert ist, nur heute.
Als uns das ganze zum dritten mal erzählt wurde haben wir es geglaubt und sind jemanden gefolgt und dann in seiner Wohnstube gelandet. Rausgegangen sind wir mit einer Zigarre, einem unfreundlichen Handschlag (da es nur eine Zigarre war) und deutlich weniger Geld im Portmonee.

Auch mit dem Essen waren wir sehr skeptisch was wir nun essen können und was lieber nicht. Deshalb haben wir uns auf der Suche nach einem Supermarkt, gemacht jedoch erfolglos.

Am nächsten Morgen sah schon alles ganz anders aus. Wir waren etwas vertrauter mit der Stadt, haben uns an die Müllberge in jeder Ecke gewöhnt und nachdem wir erwähnt haben, dass es nicht unser erster Tag in Havanna ist wurde uns auch nichts mehr von einem Zigarrenfestival erzählt.
Nun konnte der Urlaub richtig starten.

Internet auf Kuba?

Dank einer App für das Handy, welche unter „Cuba“ im Store zu finden ist haben wir uns schnell zurecht gefunden. Mit dem Internet ist es sogar noch schwieriger als wir uns das vorgestellt haben. Günstig haben wir uns WLAN Karten gekauft, jedoch muss man viel Zeit einplanen, da nach dem Motto „Wer die ganze Nacht schläft, hat am Tage Anspruch auf ein wenig Ruhe.“ gearbeitet wird. Ob man dann eine Tageszeit findet zu der das Netzwerk nicht gerade überlastet ist, wird zur nächsten Herausforderung.

Jagd auf die Sonnencreme

Wenn es schon einmal um Herausforderungen geht dann gibt es einen wichtigen Tipp. Ihr solltet Euch auf jeden Fall Sonnencreme mitnehmen! Wir haben das vergessen auf unserer Packliste und sind dann nach langem herumfragen in einem Laden eines Luxushotels gelandet. Den Preis der wahrscheinlich einzigen Sonnencreme in Havanna kann man sich dann schon denken.

Kubas Straßen sind sicher

Im Voraus haben wir uns etwas sorgen darüber gemacht alleine durch die Straßen zu laufen, jedoch hat sich herausgestellt, dass wir uns sehr sicher fühlen.
Vielleicht lag es auch daran, dass man nie der einzige Tourist war sowie auch mit der deutschen Sprache war man kaum alleine. Die Stadt war überlaufen und oft hatten wir das Gefühl, dass alles auf die Touristenmengen angepasst ist.

Der Playa del Este und Viñales

Wie auch ein Touristenbus, welcher alle 30 Minuten aus Havanna zum Strand gefahren ist. Super tolle Strände, wie man es von der Karibik erwartet. Als Snack am Strand gab es für uns oft eine Kokosnuss.

Jedoch leiden die lokalen Taxifahrer unter solche Touristenbusse sehr.
Deshalb haben wir uns am nächsten Tag ein lokales Taxi (natürlich ein Oldtimer) organisiert, welches uns zu einem drei Stunden entfernten Nationalpark (Vinãles) gefahren hat. Jedoch war es schwierig die Fahrt und die vorbeiziehenden Stiere zu genießen wegen der nicht ganz intakten Federung des Oldtimers.
Der Taxifahrer hat uns den ganzen Tag über begleitet auch als es ins Restaurant ging zum Mittag essen.

Hummer, eine Spezialität zum moderaten Preis

Ganz besonders beliebt auf der Speisekarte ist oft der Hummer. In Deutschland kaum bezahlbar und dort leicht erschwinglich und nicht viel teuer als Garnelen. Dazu darf ein Mojito mit frischer Minze nicht fehlen.

Alles in allem ein absolut farbenfrohes Urlaubsziel, welches noch ohne Starbucks und McDonalds auskommt. Jedoch kamen wir trotzdem nicht viel billiger davon als zum Beispiel in Toronto, wie man es vielleicht vermuten mag. Auch von der  beeindruckenden Bildung der Kubaner muss man sich am Besten selbst überzeugen lassen.

Lieben Dank für diesen wunderschönen Artikel von Elisa Mauk!

Hier noch einige Artikel, die mir beim Editieren in den Sinn gekommen sind:

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