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Letztes Update: 28. Februar 2021

Der Stand der Dinge in Cuba. Kuba-Brief Nr. 14

Von Andreas Knobloch, Havanna

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kuba-Interessierte,

Corona und kein Ende. Mitte Januar und dann erneut Anfang Februar intensivierte die kubanische Regierung aufgrund der anhaltend hohen Infektionszahlen die Corona-Maßnahmen auf der Insel wieder. Zum zweiten Mal nach dem vergangenen Sommer gilt für Havanna eine eine nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr morgens.
Der Tourismus soll zwar aufrecht erhalten werden, die Einreisebestimmungen aber wurden verschärft. Seit dem 10. Januar ist bei der Einreise nach Kuba ein negativer PCR-Test eines zertifizierten Labors verpflichtend, der zum Zeitpunkt der Einreise nicht älter als 72 Stunden sein darf. Zusätzlich wird weiterhin ein PCR-Test bei der Einreise vorgenommen. Nach fünf Tagen erfolgt ein zweiter PCR-Test. Bis zu dessen Ergebnis ist eine Quarantäne obligatorisch.. Die ist in extra dafür vorgesehenen Hotels zu verbringen (ob ausschließlich auf dem Hotelzimmer oder mit Bewegungsfreiheit im jeweils gebuchten Hotel war nicht ganz klar). Reisende, die eine Casa Particular gebucht haben, müssen zunächst in extra vorgesehenen Hotels in Quarantäne und tragen die anfallenden Kosten für Übernachtung und Verpflegung. KubanerInnen und Residenten wiederum verbringen die Quarantäne in staatlichen Quarantänezentren.
darüber hinaus wurde der Flugverkehr aus den USA, Mexiko, Panama, Bahamas, Dominikanische Republik, Jamaika und Kolumbien ab 6. Februar weiter eingeschränkt. In die USA gibt es nur noch einen Flug pro Woche, nach Mexiko einen alle zwei Wochen. Flugverbindungen nach Nicaragua, Guyana, Trinidad & Tobago, Suriname und Haiti bleiben ausgesetzt. Infolgedessen ging am Terminal 3 des internationalen Flughafens von Havanna der Flugverkehr von 17 auf fünf bis sechs Flüge täglich zurück.

Während eine komplette Erholung des Tourismus weiterhin nicht in Sicht ist, bleibt die Inflation anderthalb Monate nach der Währungs-, Preis- und Lohnreform unverändert hoch. Zwar hat die Regierung Preisobergrenzen festgelegt; außer Wasser und Tomaten gibt es in den staatlichen CUP-Märkten aber kaum etwas zu kaufen. Schwarzmarkt und Dollarläden bestimmen derzeit des Preisniveau. Denn Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs gibt es fast ausschließlich in den MLC-Läden oder – mit entsprechendem Preisaufschlag – über Weiterverkäufer. Auf dem Schwarzmarkt rechnet man fast 50 Pesos pro US-Dollar – doppelt so hoch wie der offizielle Wechselkurs. Dieser parallele Umtauschkurs spiegelt den Mangel an Waren und Devisen, den Überschuss der im Umlauf befindlichen CUPs gegenüber dem Warenangebot und die Erwartungen an die Entwicklung der Wirtschaft und Politik wider. 50 Pesos sprechen nicht für Optimismus.

Derweil hat die Regierung weitere Reformen für den Privatsektor angekündigt. Die schrittweise Einführung von Marktmechanismen bleibt Programm – angesichts der keinesfalls günstigen Rahmenbedingungen (Corona-Pandemie, Einbruch des Tourismus, Zahlungskrise) werden sie aber allenfalls mittel- oder langfristig Wirkung entfalten… Bis dahin heißt es weiterhin, die Gesäßbacken zusammenzukneifen…

In diesem Sinne viel Spaß beim Lesen dieses Kuba-Briefes. Wie gehabt freue ich mich über Rückmeldungen, Anregungen und Kritik.
Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund!
Andreas Knobloch

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Den Rest des Kuba-Briefs finden Sie hier: Weiterlesen!
Dort finden Sie folgende Themen:

  1. Negativ- statt Positivliste – Kubas strategische Sektoren bleiben dem Privatsektor aber weiterhin versperrt.
  2. Mit dem Machtwechsel in den USA sind auf Kuba Hoffnungen auf einen Richtungswechsel in den Beziehungen zwischen den USA und Kuba verbunden.
  3. Kuba-Brief hat dazu nachgefragt bei Bert Hoffmann, Kuba-Experte vom GIGA-Institut in Hamburg
  4. Kuba will 100 Millionen Dosen Impfstoff herstellen.
  5. Kryptowährungen sind für Regierungen nur schwer kontrollierbar.
  6. Kubas Importe aus China sinken 2020 um 40 Prozent und verlängern den lang anhaltenden Rückgang.
  7. Kubas Nickelproduktion übersteigt 50.000 Tonnen.
  8. Berliner Mittelständler siedeln sich im neuen Wissenschafts- und Technologiepark von Havanna an.
  9. Kubas Wechselstuben verkaufen Devisen nur an Ausreisende.
  10. Kuba und die Europäische Union treiben ihren bilateralen Dialog voran.
  11. Kanada unterstützt Kuba bei der Entwicklung und dem Export seines Biofertilizers NEREA®.
  12. Was Sie auch interessieren könnte: weitere Kurzmeldungen.

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