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Cuba auf dem Weg der Besserung

Das aktuelle Corona-Geschehen in Cuba

Von Andreas Knobloch, Havanna.

Neue Infektionswelle

Der Höhepunkt der Infektionskurve auf Kuba war am 24. April erreicht worden. Ende Mai sah es so aus, als habe das Land die Corona-Epidemie so gut wie bewältigt. Mehrere Tage lang gab es nur noch fünf bis zehn Neuinfektionen pro Tag, mehr oder weniger beschränkt auf Havanna und die Provinz Matanzas. Die Zahl der aktiven Fälle ging bis auf rund 150 zurück. Dann kam es zu drei größeren lokalen Ausbrüchen, darunter im Kaufhaus „La Epoca“ in Centro Habana sowie dem AICA-Medizinlabor. Die Folge im Schnitt 20 Neuinfektionen am Wochenende, gar 38 am 1. Juni. Am Tag darauf war die Zahl der aktiven Infektionsfälle wieder 180 gestiegen. Die Regierung scheint mit ihrer sehr vorsichtigen Marschroute recht zu haben. Keine der Restriktionen wurde bisher aufgehoben, ein Zeitplan für eine stufenweise Öffnung wurde weiterhin noch nicht veröffentlicht. Immerhin soll ab 1. September der Schuldienst wieder regulär aufgenommen werden.

Die prognostizierte Entwicklung

Mathematische Modelle, die von einer Gruppe kubanischer Wissenschaftler entwickelt wurden, sagen voraus, dass Covid-19 ab Anfang Juni auf der Insel endemisch werden könnte, während Havanna, das Epizentrum der Epidemie in Kuba, weiterhin aktive Fälle bis zum 10. Juli melden wird. Eine zweite Welle an Corona-Infektionen, jedoch weniger stark als die erste, erwartet Raúl Guinovart, Dekan der Fakultät für Mathematik der Universität Havanna, für Mitte November. Vor allem durch Reisende aus dem Ausland werde die Situation dann komplexer.

Eigene Antikörpertests entwickelt

Anfang Mai gaben kubanische Wissenschaftler bekannt, dass sie SUMA angepasst hätten, ein lokal entwickeltes computerisiertes System, um Antikörper des neuen Corona-Virus schnell zu erkennen und Massentests in Krankenhäusern und Kliniken zu geringen Kosten zu ermöglichen. Bisher ist Kuba auf teure und nicht selten gespendete klinische Tests angewiesen, deren Auswertung zum Teil Tage in Anspruch nimmt.

Aufspüren und Isolieren

Kubas bisher erfolgreiche Strategie bei der Bekämpfung der Corona-Epidemie besteht aus dem Aufspüren von Corona-Infizierten und der Isolierung der Kontaktpersonen durch Gesundheitspersonal und Medizinstudenten, die von Tür zu Tür gehen. Tausende von Patienten, Verdachtsfällen, engen Kontakten und gefährdeten Personen wurden in Krankenhäuser eingewiesen oder in provisorischen Einrichtungen unter Quarantäne gestellt, während ihnen in anderen Ländern möglicherweise gesagt würde, sie sollten einfach zu Hause bleiben.

Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund!
Andreas Knobloch

Andreas Knobloch ist Journalist mit Wohnsitz in Havanna. Er schreibt u.a. für die FAZ, das ND, Adveniat, die Jüdische Allgemeine oder den Schweizer Tagesanzeiger.

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