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Das Oktoberfestival in Havanna bringt deutsche Kultur nach Cuba

München zu Gast in Havanna? Naja, fast!

Vom 22. bis 27. Oktober 2019 wird in Havanna das erste Oktoberfestival  stattfinden. Das hat mich neugierig gemacht und ich habe bei Wolfgang Einecke nachgefragt, einem der Organisatoren des Festivals, wie es dazu gekommen ist – und wie er dazu gekommen ist, in Cuba so ein Event zu organisieren!

Wolfgang, wie bist du denn auf die Idee gekommen, ein Oktoberfestival in Havanna zu organisieren?

Wir haben bewusst den Begriff “Oktoberfestival “gewählt, weil Münchner Unternehmer ein Oktoberfest nach Wiesnart veranstalten wollten und letztendlich dafür viel Geld für Festzelt, Fleisch, Bier, Brezeln, Beratungshonorar haben wollten. Weltfremd. Ein unannehmbares Angebot eben und die kubanischen Partner waren mit Ihren Vorbereitungen allein zurückgelassen. Zufällig war ich in Kuba und bin dann hineingeraten, unbeabsichtigt und unvorbereitet. Meine Aktivitäten in Kuba stehen seit 1996 unter dem Motto “Das könnt Ihr selbst! Ich helfe.” Und nun wurde die Idee entwickelt.

Kuba

Wichtig war uns:

  • Das Festival muss nachhaltig, wiederholbar und unverwechselbar sein
  • Ganz Cuba und Deutschland muss sich wiederfinden
  • 16 Bundesländer/16 Locationen
  • Die Locationen müssen nicht unbedingt touristisch erschlossen sein
  • Wir zeigen ganz Havanna
  • Eine kubanisch/deutsche Beziehung soll zu sehen sein

Kennen die Kubaner das Oktoberfest?

Viele Kubaner kennen “Bayern München“ und das Oktoberfest aus dem TV, trinken gerne deutsches Bier, bewundern die deutschen Bierträgerinnen (Kellnerinnen) mit Ihren großen Oberarmen, aber nicht die Nebenwirkungen hinter den Bierzelten

Warum keine „Wiesn“, sondern verschiedene Lokalitäten?

Die “Wiesn” sind in München bestens aufgehoben. Unsere Kultur bietet mehr.

Wolfgangs Fahrzeug in Havanna – neben John Lennon!

Was ist das Besondere an eurem Oktoberfestival?

Wir sind nichts Besonderes, nur nachdenklicher, gründlicher, universeller. Wir organisieren alles auf privater Ebene, mit allen Schwierigkeiten in beiden Ländern (für die Tourismusindustrie ein Diamant. Für die restliche Wirtschaft ein Zwerg im “falschem System”).

Wir versuchen ein breites Feld an Kultur anzubieten. Literatur, Musik, Film, Theater, Malerei, Sport und Sprache.

Woher kommt das Bier: Bucanero und Cristal oder Paulaner und Augustiner?

Das Bier soll aus Cuba und Deutschland kommen. Wir sind in Geschäftskontakten und die entscheidende Frage ist die Finanzierung. Bier ist genug da, aber die Zahlungsmodalitäten liegen noch meilenweit auseinander, zwischen Vorauszahlung und Zahlungsziel ein Jahr!

Alles andere wie Fleisch, Wurst, Hühnchen, Brot usw. kommt aus Kuba. Gewürze bringen deutsche Köche mit, die dann mit kubanischen Köchen zusammenarbeiten. Dekomaterial (16 Bundeslandfahnen, Tischdeko etc.) fehlt noch.

Du organisierst das Oktoberfestival ja nicht alleine, willst du uns noch etwas über das Team erzählen?

Wer noch dazugehört: Yolena Alonso, sie ist die Tochter von Pachito Alonso und entstammt einer Musikerfamilie mit immer professionellen Bands. Sie selbst ist Produzentin der Show “Viva Cuba” und war unter anderem in Deutschland, Frankreich und Spanien mit der gleichnamigen Show unterwegs.

Ela Maria Rodriguez Gomez, sie ist die Tochter des Kommandanten d. R. Louis Orlando Rodriguez. Louis war stellvertretender Vorsitzender der Orthodoxen Partei Kubas und maßgeblicher Förderer Fidel Castros, später fast 17 Jahre Botschafter Kubas in Österreich. Auf dem historischem Bild – Balkon des Rathauses Santiago de Cuba – sieht man Louis, Raul und Fidel bei der Verkündung des Sieges.

Wie ist der aktuelle Stand der Organisation?

Wolfgang in Pose

Gegenwärtig sind meine Projektpartnerinnen in Havanna unterwegs und ich kümmere mich um das Bier, Dekomaterial, Unterstützer, Helfer, Mitmacher, Spender und Sponsoren. Mittlerweile habe ich ca. 100 in Frage kommende Unterstützer (Reiseveranstalter, Firmen, die in Kuba tätig sind etc.) angeschrieben. Das ist eine tolle Herausforderung! Dafür wirds im nächsten Jahr einfacher. Seien wir realistisch und versuchen das Unmögliche 😉

Und zu guter Letzt: Was verbindet dich mit Cuba?

Seit meiner Kindheit bin ich mit der Insel verbunden und seit 2000 auch in Kuba verheiratet und mit Familie in beiden Ländern wohnhaft. Hierzu gibt es übrigens einen tollen Film, “Heimatliebe” Teil 1, mit Wolfgang Stumph als Kubabesucher, der mich dort, in Cuba, interviewt.

Wolfgangs Finca

Wir haben im Dreieck Caimito-Artemisa-San Antonio de los Banos übrigens eine tolle Finca, die wir auch vermieten (200,- € für 6 Personen übers Wochenende). Von dort, das wissen nur Insider, kann man innerhalb von 4 Stunden im Karibischen Meer, im Golf von Mexiko und bei uns im Pool schwimmen. Darüber hinaus können wir natürlich noch attraktive Erlebnisse, Begegnungen im gesamten Gebiet zwischen Havanna und Pinar del Rio organisieren.

 

Ganz lieben Dank für das Interview, Wolfgang! Ich wünsche euch viel Erfolg bei der Orga und vor allem viel Spaß mit dem Oktoberfestival!

Wenn ihr Interesse an Wolfgangs Finca habt, könnt ihr ihn übrigens auch direkt anschreiben!

Saludos aus München,
Dietmar

PS: Wer mehr Details zum Oktoberfestival haben möchte, findet diese hier. Auf dieser Seite könnt ihr auch schon Tickets vorbestellen oder euch in anderer Form einbringen!

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