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Letztes Update: 26. August 2022

Corona kommt auch in Kuba zurück, kein Ende der Versorgungskrise mit hoher Inflation & wer kann, verlässt die Insel

Von Andreas Knobloch, Havanna

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kuba-Interessierte,

auch mehr als zwei Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie eröffnet dieser Kuba-Brief mit dem Thema COVID-19. Vor wenigen Tagen hat Dr. Pedro Más Bermejo, Vizepräsident der kubanischen Gesellschaft für Hygiene und Epidemiologie, die Möglichkeit der vollständigen Ausrottung des SARS-CoV-2-Virus auf der Insel als „Fata Morgana“ bezeichnet. Bermejo erklärte, dass ein Szenario mit ansteckenderen Virus-Varianten und weniger wirksamen Impfstoffen in der Zukunft durchaus im Bereich des Möglichen liege. Er empfiehlt deshalb, die Maskenpflicht im öffentlichen Raum sowie andere Schutzmaßnahmen weiterhin beizubehalten. Ein baldiges Ende des Maskemandats auf der Insel wird es also nicht geben.

Was die Pandemie im Land betrifft, so erklärte Dr. Raúl Guinovart, Dekan der Fakultät für Mathematik und Informatik an der Universität von Havanna, dass die Prognosemodelle auf einen Anstieg der Fälle hindeuten, was das endgültige Ende der Pandemie verzögern könnte. Bislang lag Guinovart mit seinen Berechnungen zum Pandemieverlauf in der Regel richtig. Vor allem die Provinzen Mayabeque, Sancti Spiritus, Ciego de Avila, Holguin und Santiago de Cuba seien betroffen. Nach einer Periode mit stabilen täglichen Infektionszahlen von 400 bis 600 Fällen und einer äußerst geringen Sterblichkeitsrate, haben die Fallzahlen in den letzten Tagen zugenommen, und es werden mehr als 800 neue Fälle pro Tag gemeldet.

Neben der Pandemie beherrscht der Krieg in der Ukraine die Gemütslage. Allerdings sind wir hier auf Kuba nicht nur geographisch etwas weiter weg. Das Thema bestimmt weniger die Nachrichtenlage als beispielsweise in Deutschland und Europa. Ohnehin hat das Land ganz andere Probleme. Der Kubanische Peso verliert weiter an Wert, die Inflation ist unverändert hoch und kein Ende der Versorgungskrise in Sicht. Die Wirtschaftslage der Insel ist weiter schwierig; die Landwirtschaft schaut auf eines der schlechtesten Jahre der vergangenen Dekade zurück, mehr als ein Viertel aller Staatsunternehmen schreibt rote Zahlen und wegen der Luftraumsperrungen der EU für russische Flugzeuge bleiben nun auch noch die russischen Touristen weg. Wer kann, verlässt das Land. Der derzeitige Exodus, vor allem junger Leute, dürfte beispiellos in der jüngeren Geschichte Kubas sein. Derweil hat Kubas Justiz weitere lange Haftstrafen gegen Teilnehmer der Proteste vom Juli vergangenen Jahres verhängt und eine Richterin in Florida dem Kreuzfahrttourismus nach Kuba einen Schlag versetzt…

Kein allzu positives Panorama. Ich hoffe, Sie finden trotz allem wieder einige für Sie interessante Informationen! Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund! Wie immer freue ich mich über Rückmeldungen, Anregungen und Kritik.
Andreas Knobloch, Havanna

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Den Rest des Kuba-Briefs finden Sie hier: Weiterlesen!
Unter anderem mit folgenden Themen:

1. Die Hiobsbotschaften für Kubas Wirtschaft reißen nicht ab. Und es könnte sogar noch schlimmer kommen. Auch weil die sozialistische Karibikinsel die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine zu spüren bekommt.

2. Kubas Justiz schickt weitere Demonstranten lange Jahre hinter Gitter. Eine Gruppe von 128 Kubanern, die an den Protesten vom 11. und 12. Juli vergangenen Jahres in zwei Stadtvierteln Havannas teilgenommen haben, wurden Mitte März zu Haftstrafen zwischen sechs und 30 Jahren verurteilt.

3. In Südflorida ist jetzt ein wegweisendes Urteil gesprochen worden – mit weitreichenden Folgen für den Kreuzfahrttourismus in Kuba.

4. Die UN unterstützt Kuba bei der Steigerung der Kaffee- und Kakaoproduktion.

5. Oxfam beendet seine Arbeit auf Kuba.

6. Panamas Regierung hat eine neue Regelung für kubanische Staatsbürger eingeführt, die diese bei der Rückkehr nach Kuba von der Visumspflicht für die Durchreise durch Panama befreit.

7. Die USA nehmen nach vierjähriger Unterbrechung einige Konsulardienste in Kuba wieder auf.

8. Die Import- und Exportdienstleistungen für den Privatsektor laufen nicht in dem gewünschten Tempo.

9. Im März haben zwei neue Hotels in Havanna ihre Türen geöffnet.

10. Kubas Handelsmesse findet wieder statt. Nach zwei Jahren Auszeit findet die Internationale Messe von Havanna (FIHAV) vom 14. bis 18. November 2022 wieder als Präsenzveranstaltung statt.

Zum Weiterlesen finden Sie hier die einzelnen Artikel.

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