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Letztes Update: 21. November 2021

Ein kleiner Einblick in die Geschichte von und hinter Cubanews.

2011 war für mich ein gutes Jahr. Nach einigen beruflichen Rückschlägen fing es wieder an zu laufen, zwar nicht auf hohem Niveau, aber mit Perspektive. Dann fragte mich mein Freund Jan, ob ich nicht Lust hätte, mit zwei anderen Bekannten in Cuba Entrepreneurship zu unterrichten. Jan organisierte damals schon seit Jahren die Sommerschule der Humboldt-Uni an der Universidad de La Habana (Details siehe unten) und bisher war ich noch nicht bereit gewesen mitzufahren – oder einfach zu knapp bei Kasse. Da also 2011 ein gutes Jahr war, ergriff ich die Gelegenheit und fuhr mit 16 anderen Professoren/Lehrenden und 30 Studis nach Cuba, um dort begeisterten Kubanern das Gründen beizubringen.

Wie es 2011 anfing mit Cubanews

Nachdem ich von diesem ersten Trip nach Cuba zurückgekommen war, glühte ich förmlich vor Cuba-Begeisterung. Also machte ich mich auf die Suche, im Internet nachzuschauen, was ich an Infos über Cuba bekommen konnte und musste feststellen, dass es im Internet zum Thema Cuba noch nicht das gab, was ich mir so vorstellte. Bei Facebook z.B. fand ich zwei allgemeine Cuba-Seiten mit jeweils unter 250 Fans, die mehr oder weniger gut gepflegt waren. Aber 250 Fans, das bildet eben überhaupt nicht die Menge der Cuba-Touristen ab, die Jahr für Jahr auf unsere schöne Insel fliegen. Und da es leicht ist, eine Facebook-Seite zu gründen – und damals Facebook noch der heiße Scheiß war – dachte ich mir, da muss man doch was tun und im November 2011 gründete ich die Cubanews-Facebookseite, frei nach dem Motto: es gibt nichts Gutes, es sei denn, man tut es!

Warum nicht früher nach Cuba?

Die Sommerschule, die von meinem Kumpel Jan mitorganisiert wurde, gibt es schon lange, seit ca. 2003/2004. Allerdings hatte ich bisher keine Lust und keinen Grund – und, wie oben geschrieben, manchmal auch einfach kein Geld. Viele Freunde von mir fuhren dort regelmäßig mit, aber irgendwie reizte mich Cuba nicht. Ist mir heute unverständlich – nicht, weil ich jetzt totaler Cuba-Aficionado bin, sondern weil ich in den 1990ern nach einer ersten Mexiko-Reise eine Leidenschaft für Lateinamerika entwickelt hatte inkl. erster Spanischkurse. Lateinamerika fand ich einfach spannend und die Leute sympathisch. Da wäre es eigentlich logisch gewesen, mit meinen Kumpels zusammen nach Cuba zu fliegen. Aber irgendwas hatte mich zurückgehalten, was, weiß ich nicht und kann es mir auch nicht erklären. Meine Zeit war einfach noch nicht gekommen…

Cuenta Propistas

Nun war es aber so weit! Die alten Hasen unter euch werden schon ahnen, warum die Jahre um 2011 so besonders waren: es gab immer mehr Cuenta Propistas, also Kleinunternehmer und das löste ein regelrechtes Gründungsfieber in Cuba aus, jeder wollte plötzlich mehr über Gründungen wissen. Ich war in Berlin als Gründungsberater unterwegs und konnte somit dort den kubanischen Studierenden im ersten Entrepreneurshipkurs an der Uni Havanna das Gründen beizubringen. Zusammen mit zwei anderen Dozenten unterrichteten wir dann dort 2 Wochen lang 35 neugierige Studierende, was es braucht, um ein Unternehmen erfolgreich zu machen.

Der Rahmen: die Sommerschule

Noch kurz ein paar Hintergründe zur erwähnten Sommerschule: die International Summer School of Economics and Management (ISSEM) hatte zu dieser Zeit etwa 300 kubanische und 40 deutsche Studierende an Bord, die dort in Englisch Seminare im Bereich VWL und BWL belegten. Diese Kurse werden an beiden Unis anerkannt. Die Professoren, die auf der Sommerschule unterrichten, kommen von deutschen Unis – es ist halt einfacher, 16 Professoren nach Cuba zu fliegen als 300 Studis nach Deutschland. Ich weiß nicht, ob die ISSEM eines der größten internationalen Projekte in Kuba ist, zumindest ist es eines der langlebigsten!
Von uns Lehrenden erhält übrigens niemand eine Bezahlung für das Lehren dort, die ISSEM ist eine rein freiwillige Aktion, die Reise- und Organisationskosten werden vom DAAD gefördert.

Jan muss immer noch organisieren, während alle Party machen…

Die Liebe, nicht nur zur Insel

Nun hätte ich allerdings nach so einem Ausflug nach Cuba noch keine Facebookseite, geschweige denn später eine Webseite zum Thema Cuba gestartet. Es kam, wie bei vielen von uns Cuba-Aficionados, noch die Liebe hinzu. Denn auf der Sommerschule lernte ich meine heutige Frau Lianet kennen, die an der Universidad de La Habana Professorin für Politische Ökonomie war. Und während es bei mir Liebe auf den ersten Blick war, hatte sie mich erstmal gar nicht registriert. Aber durch die vielen Aktivitäten, die im Rahmen der Sommerschule veranstaltet wurden, lernten wir uns dann zum Glück doch kennen und man kann einfach sagen: die Chemie stimmte auf Anhieb, so dass ich gleich im nächsten Jahr, 2012, noch 4x nach Cuba flog, nun auch selbst im Organisationsteam der Sommerschule beschäftigt (sonst wären 4 Cuba-Trips auch etwas ins Geld gegangen).

Mitstreiter für Cubanews

Nun haben wir also 2 von 3 Zutaten: beruflicher Cuba-Bezug, die Liebe und dann wollte es der Zufall, dass Matthias, einer meiner besten Kumpels, mit dem ich auch das Entrepreneurship-Seminar geschmissen hatte, sich ebenfalls auf der Sommerschule in eine Kubanerin verliebt hatte. Und damit hatte ich meinen Partner in Crime gefunden.

Nachdem ich ihm von meiner Facebook-Seite erzählt hatte, war er auch hellauf begeistert. Zusammen kamen wir schnell darauf, dass wir eine eigene Webseite zum Thema Cuba gründen müssten, auf der wir News aus Cuba posten wollten, nicht nur eine Facebookseite. Leider war damals der Name Cubanews.de schon belegt, so dass wir uns für Kubanews.de entschieden, einer Mischung aus deutsch und englisch, die oft zu Verwirrungen führte.

Cubanews und die News

Zu Anfang posteten wir auch wirklich viele News aus Cuba, nur nachdem bei News der Trollanteil in den Kommentarspalten immer gewaltig war, entschieden wir uns, überwiegend unpolitisch zu posten, also eher touristische Artikel zu schreiben. Wir änderten die Richtung und wurden ein klassisches Reiseblog. Das „news“ im Namen behielten wir trotzdem, um Google nicht zu verärgern.

Wie sich Cubanews entwickelte

Arbeiten am Pool 😉

Vor allem Facebook bauten wir weiter aus, dazu griffen wir auf die relativ neue Möglichkeit der Fanwerbung zurück. Denn organisches Wachstum gab es nicht: trotz regelmäßigem Posten hatten wir 32 Fans bei Facebook und die kannten wir alle persönlich. Egal, wieviel wir taten, es blieb dabei. Erst durch die Facebook-Werbung konnten wir unsere Reichweite vergrößern und uns damit die Motivation erhalten, mit regelmäßigen Posts unsere Erfahrungen aus Cuba weiterzugeben, anfangs vor allem noch die Erfahrungen zweier Cuba-Neulinge in einem neuen Land, die noch in viele Fallstricke tappten – und andere davor warnen wollten, später mehr und mehr als Experten.

Schnell kamen wir auch auf die Idee, andere Seiten drumherum zu stricken, eine Seite für die Vermietung von Casas Particulares, einen Online-Reiseführer, bei dem die Community ihre Erfahrungen selbst teilen konnte und eins, zwei weitere. Richtig ergiebig war das allerdings nicht, z.B. wechselten die Casas so schnell, neue machten auf, alte schlossen, dass wir mit vertretbarem Aufwand überhaupt nicht hinterherkamen. Insofern konzentrierten wir uns auf die Artikel über Cuba und sammelten nicht nur von Facebook, sondern auch von Google und unserem Newsletter immer mehr kubainteressierte Besucher ein.

Getrennte Wege

Ab 2016 begannen sich langsam die Wege von Matthias und mir zu trennen. Wie es oft so ist, ist ein Hobby-Projekt auf lange Sicht schwer aufrechtzuerhalten, wenn die Zeit knapp wird. Und da Matthias 2015 eine erfolgreiche Gründungsberatung eröffnet hatte, floss seine Energie mehr und mehr in das neue Projekt, während die Kubaleidenschaft ins Hintertreffen geriet. Da ich inzwischen viel in der deutschsprachigen Reiseblogger-Community und im Tourismusmarketing unterwegs war, wurde Cubanews immer mehr Teil meiner Arbeit. An den unterschiedlichen Auffassungen zur Professionalisierung schieden sich dann die Geister. Für mich war klar: ich wollte mehr schreiben, mich besser vernetzen und die Struktur professionalisieren. Ich schaute mir an, wie andere professionelle Reiseblogger unterwegs waren, ich wurde auf Instagram und Pinterest mit Cubathemen aktiv und schrieb mehr und mehr Artikel.

Als dann auch noch die von uns ursprünglich anvisierte Domain Cubanews.de wieder frei wurde, war für mich der Weg klar: das Projekt wurde von einem Zweier-Projekt zu meinem eigenen Projekt, diesmal mit verstärkter Unterstützung meiner lieben Frau Lianet, die inzwischen auch in Deutschland arbeitete. Nach einer etwas chaotischen Übergangsphase gab es dann zwei Seiten, meine Seite Cubanews.de und Kubanews.de von Matthias. Beide Seiten existieren heute noch parallel, wobei Kubanews seit über zwei Jahr nicht mehr wirklich aktualisiert wird.

Corona-Krise auch für Cubanews

Mit dieser klareren Struktur entwickelte sich Cubanews.de hervorragend, bis wir ca. 20.000 Seitenaufrufe erreichten, Monat für Monat stieg unsere Reichweite, erste Artikel erschienen auch auf Englisch. Der Aufwärtstrend wurde dann natürlich – wie in der ganzen Reisebranche – durch die Coronakrise gestoppt. Die Zugriffszahlen fielen um ca. 80 Prozent und haben sich seitdem auch noch nicht wieder erholt, gibt es doch immer noch keinen nennenswerten Tourismus auf Cuba. Ein bisschen konnten wir die Verluste durch allgemeine Cuba-Artikel (Was bedeutet „Hasta la victoria siempre“) und kubanische Rezepte ausgleichen. Aber bis der Tourismus wieder anzieht, wird sich natürlich nichts ändern, es ist Geduld gefragt.
Ich bin auf jeden Fall positiv: alles hat ein Ende, auch die Krise geht vorüber und dann freuen wir uns darauf, allen Cuba-Reisenden, Cuba-Aficionados und auch allen anderen, die sich auf unsere Seite verirren, wieder Tipps, Tricks und Träume zu Cuba zu bieten.

Auf die nächsten 10 Jahre!!!
Saludos,
Euer Dietmar

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