Die beste Reisezeit für Cuba

Bild von Mary Friert Immer

Ihr wollt nach Kuba und plant gerade euren Jahresurlaub – und nun stellt sich euch die Frage: wann ist es denn am schönsten in Kuba?

Nun, „die beste Reisezeit“ oder „am schönsten“ ist natürlich relativ. Aber es gibt einige Faktoren, die von allen geschätzt werden: eine milde Wärme, nicht zu viel Luftfeuchtigkeit und Regen, keine Hurrikansaison und niedrige Temperaturen hier in Deutschland, denen man durch eine Reise nach Kuba entfliehen kann. Generell kann man sagen:

Dezember bis April sind die besten Reisemonate, milde Temperaturen und moderate Luftfeuchtigkeit machen das Leben in Kuba angenehm, keine Hurrikane und mäßiger Regen verschonen uns vor Überraschungen.

Aber kommen wir erst mal zu den Basisdaten, dafür haben wir euch einige Tabellen aufbereitet, so dass ihr auf einem Blick sehen könnt, wann welche Tages- und Nachttemperatur herrscht, wie viele Sonnenstunden es gibt und wie viel Regen.

Diagramm: Wann ist die beste Reisezeit für Cuba

Wann ist die beste Reisezeit für Cuba?

Temperaturen und Luftfeuchtigkeit

Kuba ist natürlich karibisch warm, ist ja auch nicht Deutschland 😉 Der Durchschnitt der Tagestemperaturen liegt zwischen 30 und 32 Grad in der Regenzeit (dem Sommer) und zwischen 26 und 28 Grad in der Trockenzeit (dem kubanischen Winter).

Bild von Isabellebasi

Nun sind die Temperaturen im Sommer für uns im Allgemeinen zu hoch bzw. unangenehm, während es im Winter in Cuba genau die Temperaturen gibt, die wir in Deutschland immer haben wollen – und dann auch für genau 3 Tage im Jahr haben 😉 In Kuba haben wir diese Temperaturen für 5 Monate! Zusätzlich ist in der Trockenzeit die Luftfeuchtigkeit geringer, allerdings immer noch hoch.

Wer also Probleme mit zu hoher Luftfeuchtigkeit hat, sollte sich schon überlegen, ob Kuba für ihn das richtige Reiseziel ist – mein Vater beispielsweise war tagsüber immer stark mitgenommen, während meine Mutter mit dem heißen, feuchten Wetter hervorragend zurecht gekommen ist. Also wer Tropen will, bekommt sie auf Kuba!

Sonnentage, Regentage

Kuba hat mit 200 Sonnentagen gefühlt 180 Tage mehr als Mitteleuropa 😉 Die Wahrscheinlichkeit ist also sehr hoch, dass ihr in Kuba Sonne tanken könnt. Und selbst die Regenzeit im Sommer ist keine wirkliche Regenzeit. Es kommt ein kurzes, heftiges Gewitter, das zwischen ein paar Minuten und ein paar Stunden dauern kann. Nachdem es randaliert hat, verzieht es sich aber wieder und lässt die Sonne zurück ans Ruder, meistens jedenfalls. Wer sich dann allerdings bewegt, hat verloren. Die Schwüle wird übermächtig und die Kleidung klebt am Körper. Der Regen bringt also, anders als bei uns, keine Erfrischung. Das heißt aber auch: selbst wenn ihr mal nass werdet, friert ihr nicht. Und sollte euch trotzdem mal kalt sein, dann gibt es an jeder Ecke einen Roncito oder einen Cocktail, der  euch wieder aufwärmt.

Wenn es kalt wird in Kuba…

Bild von Christine Rodriguez Blanco

Die niedrigste, jemals in Kuba gemessene Temperatur war 0,6 Grad plus. Nie gab es Minustemperaturen oder Schnee, selbst in der hohen Sierra Maestra (1.974 Meter) bleibt es schneefrei. Man sollte aber nicht unterschätzen wie kalt es im Winter werden kann, die Temperaturen in der Nacht fallen manchmal – und dann auch nur für ein paar Tage – durchaus auf 10 Grad in Havanna und anderen touristischen Städten. Das heißt aber auch: es gibt keine Heizung und ihr solltet auf jeden Fall für den kubanischen Winter planen und eine einfache Jacke mitnehmen. Nun fliegt man im Winter ja eigentlich immer mit Jacke (wie sollte man sonst zum Flughafen kommen, so dass ich sicher bin, dass ihr selbst im „kalten“ kubanischen Winter gut geschützt seid.

Was die Kubaner sagen

Nun ja, eine kleine Anekdote habe ich für euch noch: als ich einmal im Winter hier war, sprach der Wettermann in den Nachrichten bei Temperaturen von 27 Grad von „un poco fresco“, es würde ein bisschen frisch werden! Da lacht der Deutsche laut auf 😉

Übrigens ist das dann auch die Zeit, in der die Kubanerinnen und Kubaner ihre Wintersachen vorführen. Ob hohe Stiefel und Mützen bei 27 Grad nötig sind, sei allerdings dahingestellt…

Und wenn es heiß wird…

Bild von SineNomine

Die heißesten Monate sind Juli und August, mit durchschnittlichen Tagestemperaturen von 32 Grad. Ihr schwitzt also, selbst wenn ihr euch überhaupt nicht bewegt, da die Luftfeuchtigkeit ja auch extrem hoch ist. Die Temperatur in Kuba steigt übrigens normalerweise nie über 34 bis 35 Grad, also kein Vergleich zu den Emiraten beispielsweise, wo man keinen Schritt vor die Hoteltür wagt.

Regionale Unterschiede

Grundsätzlich kann man sagen, dass es im Osten der Insel etwas wärmer und feuchter ist, allerdings handelt es sich nur um kleine Unterschiede, z.B. Abweichungen um ein Grad. Ob ihr also im Osten oder Westen unterkommt, es ist immer schön warm und ihr müsst nicht frieren.

Hurrikane

Einzig wirklich wichtiger regionaler Faktor ist, dass im Osten der Insel die Hurrikanwahrscheinlichkeit höher ist, Havanna und der Westen werden meist von den schlimmsten Auswirkungen verschont, während der Osten stärker leiden muss – das zeigt sich ja auch in der größeren Betrachtung, die Hurrikane treffen zuerst die Kleinen Antillen, ziehen dann zum Osten Kubas, bevor sie nach Norden abdrehen oder sich abgeschwächt haben. Das ist natürlich nicht immer so, wie auch Hurrikan Irma gezeigt hat, aber ein Muster gibt es schon.

Die Hurrikansaison ist von Juli bis Oktober, d.h. unter Umständen gibt es dann Probleme mit einem Hurrikan und ihr müsst umplanen. Allerdings war ich mindestens 10 Mal in der Hurrikanzeit in Kuba und ein einziges Mal, nämlich jetzt bei Irma, war es problematisch. Die Wahrscheinlichkeit wirklich mit einem Hurrikan Probleme zu bekommen, ist also relativ gering. Die Wahrscheinlichkeit von einem Fluglotsenstreik betroffen zu werden, liegt da mit Sicherheit höher, gerade wenn ihr über Paris fliegt!

Licht und Helligkeit

Bild von Petra Ehrmann

Gerade im Winter ist es nicht zu unterschätzen, was es ausmacht, dass Kuba näher am Äquator liegt – es wird in Kuba das ganze Jahr über gleichmäßiger dunkel. Während wir im Sommer Sonnenzeit verlieren, gewinnen wir im Winter in Cuba helle Stunden hinzu. Wir können im kubanischen Winter also nicht nur Wärme, sondern auch Licht tanken, je nach Monat 2-3 Stunden mehr pro Tag.

Reisekosten

Nun gibt es natürlich einige Monate, die teurer sind als andere. So ist es in der Trockenzeit, also unserem Winter, grundsätzlich teurer, da einfach mehr Leute nach Kuba reisen. Aber es gibt auch andere Faktoren: so sind klassische Feiertage teurer, d.h. Weihnachten und Ostern sowie die Ferienzeiten. Beispielsweise ist der Flug am 31. Dezember immer verhältnismäßig preiswert – und keine Angst, man wird nicht von Raketen abgeschossen 😉

Fazit: Die beste Reisezeit aus meiner Sicht

Wenn ich es mir aussuchen kann, fliege ich im Februar nach Kuba. Dann ist der Winter lang und länger, er will nicht aufhören und streckt sich noch gefühlt bis Mai. Das ist genau der Zeitpunkt, wenn ich meine Akkus wieder aufladen muss, raus aus dem dunklen Deutschland und nach Kuba. Nach 2 Wochen Wärme halte ich dann auch noch die letzten Winterwochen durch.

Und: klar gibt es “die beste Reisezeit” so eindeutig nicht. Wenn ich nach Kuba fliegen darf, dann fliege ich – egal, welches Wetter gerade dort herrscht. Wenn ihr es euch allerdings aussuchen könnt, wann ihr verreisen wollt, dann hoffe ich, dass wir euch hier weiter geholfen haben.

Viel Spaß bei der Urlaubsplanung,
Dietmar

Du willst keinen Artikel verpassen? Abonniere doch unseren Newsletter!