Cubanews

We love Cuba :)

Langstrecke fliegen – immer eine Herausforderung für den Körper

Nach Cuba kommt man ja nur per Flugzeug – und das dauert lange: hier unsere Tipps, wie ihr den Flug besser übersteht

Nun stand bei uns ja wieder mal ein Flug nach Cuba an, kein Direktflug – dank BER und Air Berlin-Pleite gibt es sowas ja nicht mehr. Also sind wir im Schnitt immer 15 Stunden unterwegs und haben uns diesmal gedacht: es muss doch irgendwelche Gadgets, Hilfsmittel und Tricks geben, wie wir den Flug besser überstehen können. Vor allem der Rückflug aus Cuba ist ja meist ein Nachtflug und ich habe – wie viele andere – Probleme, in den Flugzeugsitzen zu schlafen.

Also haben wir das Internet konsultiert und einige Tools gefunden, die gut für den Flug sein sollen:

  • QuietOn Sleep (geräuschdämmende Ohrstöpsel)
  • SoftAirSeat (Sitzkissen) von TECSeat
  • Trtl Pillow (Kopfstütze)
  • J-Pillow Reisekissen
  • UUQ Orthopädisches Sitzkissen
  • Handwaage für den Koffer
  • Ein cooler Hoodie
  • Voluex Schlafmaske

Und ich kann schonmal vorweg sagen: nicht alles hat funktioniert, aber das, was funktionierte, hat uns besser schlafen lassen! So waren wir zum Frühstück ganz schön groggy, denn wir waren wirklich in die Tiefschlafphase gerutscht – mit unser normalen Ausstattung wäre das undenkbar gewesen.

QuietOn-Ohrstöpsel zum Lärm herausfiltern

QuietOn Sleep

Während der Flug nach Cuba ja meistens kein Problem ist, da er tagsüber stattfindet, ist der Rückflug dann immer die Herausforderung: im Flugzeug schlafen ist nicht jedermanns Sache. Was wir diesmal probiert haben, waren die Ohrstöpsel von QuietOn, die einen ruhigen Schlaf durch automatische Filterfunktion versprechen. Dabei sind sie allerdings anders als andere Ohrstöpsel, die sämtliche Geräusche filtern oder einen Soundteppich erzeugen. Die QuietOns filtern nur die tiefen Hintergrundgeräusche des Flugzeugs raus. Ihr könnt damit also noch alle Ansagen hören, die für euch (überlebens)wichtig sein können.

Unser Test zum Schlafen auf der Langstrecke

Ziel unseres Tests war es festzustellen, ob wir bei fehlenden Turbinengeräuschen besser schlafen können. Und um das Ergebnis vorwegzunehmen: es ist unglaublich, wie die Ohrstöpsel die Hintergrundgeräusche rausfiltern. Die Stöpsel haben einen kleinen Knopf, der außen angebracht ist. Über den kann man sie an- oder ausschalten und so den Effekt testen. Während der Ohrstöpsel ausgestellt ist, dämpft er alle Geräusche wie ein herkömmlicher Ohropax. Mit angeschalteter Dämpfung bzw. partieller Dämpfung habt ihr das Gefühl, dass der Druck auf euren Ohren nachlässt und ihr wieder hören könnt. Es ist wirklich unglaublich, wozu Technik heute fähig ist! Also wir hatten einen massiven Effekt. Die Frage ist nun, kann man mit den Dingern wirklich besser schlafen? Dazu musste ich im Endeffekt meine Frau befragen, denn die hat die Ohrstöpsel nicht wieder rausgerückt – und für ihre Verhältnisse sehr gut geschlafen. Ich habe die Dinger natürlich auch noch testen dürfen, aber nicht zum Schlafen, sondern nur als einfacher Funktionstest 😉

Wir haben dann auch mal verglichen: als Vergleichsobjekt für die Funktion hatten wir die in der Premium Economy von Air France vorhandenen geräuschfilternden Kopfhörer. Auch die funktionieren ganz gut, haben allerdings den Nachteil, dass sie klassische, große Kopfhörer mit Kabeln sind, also ist entweder das Ohrteil im Weg oder man verheddert sich im Kabel. Außerdem filtern die Air-France-Kopfhörer natürlich alles gleichmäßig. Das ist auf dem Air-France-Langstreckenflug allerdings egal, da alle Ansagen auch über den Kopfhörer laufen. Im Endeffekt waren die QuietOns auf jeden Fall handlicher und kleiner und damit den Air France-Kopfhörern deutlich überlegen.

Vorteile gegenüber „normalen“ Geräuschdämpfern

Wenn die QuietOns nicht eingeschaltet sind, dämpfen sie wie Schaumgummi-Ohrstöpsel und im Endeffekt auch wie alle aktiv dämpfenden Ohrstöpsel. Das funktioniert ja auch, aber manche Leute mögen es nicht, dass dann alles gedämpft ist. Außerdem, wie gesagt, hört ihr dann Durchsagen nicht mehr. Für mich wäre das nicht so wichtig, aber meiner Frau ist das extrem wichtig, Thema Kontrollverlust oder Notlandung 😊 Da versteht sie keinen Spaß!

Besser schlafen auch zu Hause

Wir haben die QuietOn Ohrstöpsel dann auch zu Hause im Einsatz, denn sie funktionieren auch gegen Schnarchen. Ich will jetzt nicht zu viel darüber reden, wer bei uns wie laut schnarcht, aber mit den QuietOns schläft meine Frau besser 😀

Sitzkissen zum besseren Sitzen

Eines der größten Probleme, die ich beim Langstreckenflug habe, ist, dass mir der Po einschläft vom vielen Sitzen. Also dachte ich mir: da kann man doch bestimmt was machen mit einem guten Sitzkissen. Und klar, wir sind auch da fündig geworden – was es da alles für Lösungen gibt!!!

TECSeat SoftAirSeat: super praktisch zum Reisen

TECSeat  ist ein Familienunternehmen aus Fürth und deren SoftAirSeat Sitzkissen ist extrem praktisch zum Verreisen. Grundsätzlich handelt es sich beim SoftAirSeat um ein aufblasbares Sitzkissen, das ergonomisch geformt ist. Es gibt Aussparungen für die Beckenknochen und die gesamte Form ist zum Sitzen optimiert.

Was ich sehr spektakulär fand, ist, dass sich das Kissen (wir hatten das “Hybrid”) von alleine aufbläst. Das hat mich dann doch interessiert und ich habe beim Hersteller nachgefragt, wie sowas physikalisch überhaupt möglich ist. Die Lösung ist ganz einfach: es gibt im Kissen ein Schaumstoffgerüst, das sich ausdehnt, sobald Platz da ist. Öffnen wir also den Verschluss, saugt das Kissen Luft an, wollen wir das Kissen verstauen, drücken wir die Luft raus und auch der Schaumgummi wird wieder kleiner. Sehr praktisch!

Die Sitzerfahrung mit dem SoftAirSeat ist auf jeden Fall besser als mit dem üblichen Flugzeugsitz. Die angepasste Form sorgt dafür, dass das Kissen nicht im Weg ist und dass ich das Kissen wieder klein zusammenfalten kann, hilft beim Transport.

UUQ Orthopädisches Sitzkissen

Es gibt auch andere Sitzkissen, die für den Flug beworben werden. Stellvertretend dafür haben wir das UUQ Orthopädische Sitzkissen gekauft, da es mit seiner Noppenstruktur gut für die Durchblutung sein sollte. Und es ist wirklich so: mit seiner Struktur ist das Sitzkissen äußerst gut zum Sitzen auf langen Strecken geeignet. Allerdings gibt es ein großes Manko, haha, Wortspiel: das Kissen ist verdammt groß für die Reise! Meiner Meinung nach ist das UUQ super für einen Autositz oder ähnliches – wobei es da wahrscheinlich noch bessere Alternativen gibt, die man nicht aufblasen muss.

Fazit Sitzkissen

Ich war super zufrieden mit dem SoftAirSeat-Kissen von TECSeat. Auch das UUQ Sitzkissen saß sich gut. Aber der große Vorteil des TECSeats war es, dass wir es wirklich klein kriegen konnten, nachdem wir am Ziel angekommen waren, während das andere Kissen wirklich schlecht zu transportieren ist – es hat sogar eine kleine Pumpe zum Aufblasen, die man noch verstauen muss. Nicht nur, dass die Sitzfläche unnötig groß war, man konnte die Luft auch nicht mehr richtig rausdrücken. Meine Empfehlung, auch wegen des guten Preises, ist deshalb: legt euch ein TECSeat-Kissen zu, euer Po wird es euch danken 😉

Kopfstützen und Kissen zum Schlafen

Trtl Pillow

Das Trtl (=Turtle, also Schildkröte) Pillow ist eine Art Schal mit einer Metallverstärkung, die den Kopf beim Fallen auf die Seite stabilisiert. Trägt sich angenehm und die Stütze hilft auch, den Kopf zu stabilisieren. Gefiel meiner Frau besser als mir, denn ich benötige doch mehr Unterstützung – mein Kopf ist halt schwerer 😉 Auf jeden Fall ein praktisches Produkt, denn die Trtl Kopfstütze nimmt einfach nicht viel Platz ein, vor allem im Vergleich zu all den Kissen, die es gibt.

J-Pillow Reisekissen

Das J-Pillow ist ein etwas anders geformtes Schlafkissen. Ihr kennt ja die klassischen Kissen, die man für die Reise hat, das J-Pillow hat noch einen zusätzlichen Arm und damit soll es auch noch zur Seite stabilisieren. Das Material des J-Pillow ist recht angenehm, man kann da einigermaßen mit schlafen. Ich tendiere aber mehr zum klassischen Schlafkissen, das passt besser zu meinen Unterwegs-Schlafgewohnheiten, denn ich benötige eher eine Stabilisierung nach vorne als zur Seite. Nachteil eines echten Reisekissens ist natürlich immer, dass es Platz wegnimmt, so auch das J-Pillow – alledings ist es immer noch kleiner als die üblichen Kissen.

Normale Reise-Schlafkissen

Ich bin nach wie vor ein Fan der klassischen Schlafkissen, dieser U-förmigen Dinger, die man sich um den Nacken legen kann. Wobei ich diese Kissen andersherum benutze. Mein No-Name-Reisekissen hat einen Verschluss, mit dem ich die beiden Arme hinter meinem Kopf zusammenknüpfen kann, dann kommt mein Kinn auf dem großen Kissenteil zu ruhen und mein Kopf kann nicht nach vorne wegkippen. Andersherum, wie die Kissen meist benutzt werden, stört mich so ein Kissen nur, da ich mich nicht mehr anlehnen kann.

Fazit Reisekissen

Ich bleibe bei meinem alten Reisekissen, dass sich andersherum hervorragend für mich eignet. Das einzige, was ich noch mal machen sollte: mir ein aufblasbares Kissen kaufen und dies testen. Denn die Größe eines solchen Kissens ist dann doch eher hinderlich. Bei der Größe punktet auf jeden Fall die Schildkröte (=Trtl Pillow).

Handwaage gegen Übergepäck

Noch eine Sache, die ich schon lange Mal testen wollte: eine Handwaage. Eigentlich zum Wiegen von Fischen entwickelt, sind diese Waagen ungemein praktisch, um zu schauen, ob euer Gepäck wirklich die Grenzen nicht überschreitet – denn das kann ja bekanntlich teuer werden.

Bevor ich im Besitz einer Handwaage war, musste ich immer mit dem Koffer zusammen auf unsere Personenwaage steigen (die Waage ist bei niedrigem Gewicht nicht so genau). Das war mir auf die Dauer zu umständlich. So eine Handwaage ist nicht teuer – die von Etekcity gibt es für 10 – 12 Euro – deshalb ist sie ein Hilfsmittel, das ich euch auf jeden Fall empfehlen kann.

Schlafmaske

Man bekommt ja bei AirFrance und Co eine Schlafmaske oder ihr habt eine zu Hause, die ihr mitnehmt. Die gehen alle. Aber richtig cool sind die mit Löchern für die Augen. Also ich meine jetzt nicht richtige Löcher, das wäre ja Schwachsinn 😉 Sondern die guten Schlafmasken sind um die Augen dicker und es gibt Aussparungen, so dass die Maske nicht auf die Augen drückt. Finde ich sehr praktisch, muss ich persönlich aber nicht haben. Meine Frau ist allerdings Fan von solchen Masken.

Hoodie – das ideale Kleidungsstück

Irgendwie ist es im Flugzeug immer mal zu kalt, dann wieder zu warm, der Rücken friert und was auch immer. Ich hatte gelesen, dass deshalb ein Hoodie das ideale Kleidungstück zum Fliegen ist. Also schnell einen schönen Hoodie gekauft und auf den Flug mitgenommen. Und wirklich: ich werde nicht mehr ohne Hoodie fliegen, die sind wirklich super praktisch: wenn der Kopf kalt wird, schnell die Kapuze aufgesetzt, zum Schlafen gleich noch über die Augen gezogen. Wenn es zu heiß wird, Reißverschluss aufgemacht! Und der Rücken war auch warm. Also: der Hoodie ist für mich das ideale Kleidungsstück zum Fliegen.

Was ich allerdings nie machen werde, ist, mit Trainingshose zu verreisen. Sowas werdet ihr an mir nicht sehen! Sagte doch schon Karl Lagerfeld: wer mit Trainingshose auf die Straße geht, der hat die Kontrolle über sein Leben verloren 😉

Nicht wie im Bett, aber trotzdem besser

Ihr seht, wir waren uns nicht zu schade, einige Dinge auszuprobieren, um einen besseren Flug zu haben. Die Blicke der anderen Fluggäste waren dementsprechend auch skeptisch, als wir unsere Toys ausgepackt haben!

Insgesamt kann ich aber sagen: der Rückflug aus Cuba über Nacht – und der ist ja das stressigste – war deutlich angenehmer. Wir konnten schlafen. Ok, nicht wie im Bett oder wie in der Business Class, aber doch so, dass wir bei der Ankunft nicht total übermüdet waren.

Habt ihr auch noch einige Tipps für uns, was euch den Flug erleichtert? Kommentiert, dann können wir auch noch etwas lernen 😊

Was es sonst noch so gibt…

Einige Sachen, die wir nicht ausgetestet haben, möchte ich euch aber nicht vorenthalten, denn sie sind so verrückt, dass sie schon fast wieder cool sind:

Little Cloud Nine Travel Pillow

Also da schauen die Nachbarn wirklich, was ihr so auf den Flugzeugsitz macht 😀

Face Cradle

Sieht ungemütlich aus, könnte aber doch ganz praktisch sein. Auch witzig: ihr müsst euren Hintermann fragen, ob ihr mal kurz die Schlinge über seinen Sitz ziehen dürft!

Angemay Fußstütze

Wer seine Füße besser unterbringen will, wird wohl die Fußstütze von Angemay mögen. Aber ob die Tische im Flugzeug stark genug sind???

“Travelrest ultimatives Aufblaskissen”

Zwar aufblasbar, aber nicht doch etwas zu groß? Naja, man müsste es mal ausprobieren. Auf jeden Fall ist man sich der Blicke der Nachbarn sicher 😉

Mein ausdrücklicher Dank geht an QuietOn und TECSeat, dass sie mir die Reisehilfen zum Testen zur Verfügung gestellt haben. Natürlich hatte diese Unterstützung keinen Einfluss auf meine Bewertungen.

 

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